{"id":2588,"date":"2025-08-19T20:00:17","date_gmt":"2025-08-19T18:00:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.libres-penseurs.net\/?p=2588"},"modified":"2025-09-02T17:39:41","modified_gmt":"2025-09-02T15:39:41","slug":"die-nato-steuergeldfressender-moloch-papiertiger-aber-faehig-zu-atomarem-selbstmord","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.libres-penseurs.net\/en\/die-nato-steuergeldfressender-moloch-papiertiger-aber-faehig-zu-atomarem-selbstmord\/","title":{"rendered":"Die NATO: Steuergeldfressender Moloch &ndash; Papiertiger, aber f\u00e4hig zu atomarem Selbstmord?"},"content":{"rendered":"<p class=\"qtranxs-available-languages-message qtranxs-available-languages-message-en\">Sorry, this entry is only available in <a href=\"https:\/\/www.libres-penseurs.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2588\" class=\"qtranxs-available-language-link qtranxs-available-language-link-de\" title=\"Deutsch\">Deutsch<\/a>.<\/p><p><strong>Beitrag von JEAN-MARIE JACOBY an der WUF-Konferenz vom 16.&nbsp;August 2025 in Gy\u0151r<\/strong><\/p>\n<p>Mir wird immer wieder vorgeworfen, ich sei zu optimistisch, wenn ich die NATO als nicht wirklich kriegsf\u00e4hig bezeichne und als br\u00fcllenden Papiertiger. Grunds\u00e4tzlich bin ich ein optimistischer Mensch, der sich nicht dauernd vor der gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Katastrophe f\u00fcrchtet. Aber die Fakten sind hartn\u00e4ckig und k\u00f6nnen meine Einsch\u00e4tzung unterfuttern.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die NATO mit ihren drei Atomm\u00e4chten USA, Frankreich und Kleinbritannien ist sicher zu kollektivem Selbstmord f\u00e4hig, greifen sie die Russische F\u00f6deration oder die Volksrepublik China mit Atomwaffen an. Die atomare Antwort erfolgt da automatisch, bevor die West-Raketen angekommen sind, wobei die veralteten Tr\u00e4gersysteme wom\u00f6glich sogar dazu f\u00fchren, da\u00df sie abgefangen werden k\u00f6nnen. Da\u00df diese Tr\u00e4gersysteme veraltet sind, ist nicht meine Erfindung, sondern geht aus einer Forderung des Pentagon an den Pr\u00e4sidenten Trump zu Beginn seiner Amtszeit hervor, er m\u00fcsse unbedingt 1.500 Milliarden US-Dollar f\u00fcr die dringend n\u00f6tige Modernisierung der atomaren Tr\u00e4gersysteme bereitstellen. Bereitgestellt wurden effektiv im n\u00e4chsten Budget 150 Milliarden f\u00fcr diesen Zweck, was nichts anderes bedeutet, als da\u00df es mindestens 10 Jahre dauert, um diese Erneuerung abzuschlie\u00dfen. Das ist eine lange Zeitspanne und die Systeme riskieren am Ende erneut nicht auf dem letzten Stand zu sein.<\/p>\n<p>Das ist zun\u00e4chst alleinfalls f\u00fcr Ru\u00dfland und China eine gute Nachricht, nicht f\u00fcr Bewohner der NATO-Staaten. Die k\u00f6nnen aber mit mir festhalten: Kriege werden um der damit zu erzielenden Profite im real existierenden Kapitalismus gef\u00fchrt, nicht, um das Ende aller Profite f\u00fcr alle einzul\u00e4uten. Daher halte ich das Lostreten eines Atomkriegs f\u00fcr der kapitalistischen Logik widersprechend und erwarte ihn folglich nicht. Dies obwohl \u00c4u\u00dferungen wie zuletzt von General <em>Christopher Donahue<\/em>, dem allerletzten von der US-Army, der noch einen Fu\u00df auf afghanischem Boden hatte bei der Flucht vor den dortigen Sandalensoldaten der Taliban, der glaubt, dank der KI des <em>Maven Smart System<\/em> vom Unternehmen Palantir, mit Leichtigkeit Kaliningrad erobern zu k\u00f6nnen, richtig gef\u00e4hrlich sind. Denn das droht zu einem Atomschlag auf Westeuropa zu f\u00fchren, wenn die milit\u00e4rische F\u00fchrung Ru\u00dflands nicht meint, die NATO mit einem Haselnu\u00dfregen vieler Oreschniks erledigen zu k\u00f6nnen. Donahue meint, das Maven Smart System sei erfolgreich in Afghanistan eingesetzt worden und habe es den USA erm\u00f6glicht, den Zeitaufwand f\u00fcr die Zielerfassung drastisch zu reduzieren. Vom Endergebnis Flucht aus Afghanistan betrachtet, was der Herr General wohl aus seinem Bewu\u00dftsein verdr\u00e4ngt hat, ist das so schrecklich erfolgreich aber nicht gewesen. Gehen wir davon aus, es holt rechtzeitig wer den Milit\u00e4r-Phantasten auf den Boden der Tatsachen zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Beim konventionellen Krieg ist zun\u00e4chst einmal festzuhalten, da\u00df die Unterst\u00fctzung des faschistisch-banderistischen Regimes in Kiew, das z.&nbsp;B. die Stra\u00dfe nach Babi Yar in &bdquo;Bandera Prospekt&rdquo; umbenannt hat, also zu Ehren des dortigen Mordkommandanten, die Arsenale der NATO-Staaten bei Waffen und Munition geleert hat. Die verst\u00e4rkte Nachfrage verbunden mit dem Abschneiden von g\u00fcnstigen russischen Rohstoffen und ebenso g\u00fcnstigen russischen Energietr\u00e4gern mit bislang 18 Sanktionspaketen, hat f\u00fcr die schleppend verlaufende Nachproduktion zu gewaltigen Preissteigerungen gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Sch\u00f6nstes Beispiel daf\u00fcr sind die Unterschiede im Preis bei den Artilleriegranaten.<\/p>\n<p>Die russische 152 mm-Version kommt heute wie 2019 unver\u00e4ndert auf umgerechnet 500 US-Dollar \u2013 es hat sich ja dabei auch nichts ver\u00e4ndert, wird sie doch mit russischer Energie, russischen Rohstoffen und russischen Arbeitskr\u00e4ften in russischen Staatsbetrieben hergestellt. Ru\u00dfland mu\u00df daf\u00fcr rein gar nichts importieren und braucht daher daf\u00fcr auch keine Devisen, was aber offensichtlich weder EU-Kommission noch die US-Administration oder gar die Regierungs- und Konzernmedien im Westen begreifen.<\/p>\n<p>Die 155 mm NATO-Version kommt heute auf 8.000 US-Dollar, was zehnmal so viel ist wie 2019. Sie werden in auf Profit ausgerichteten Privatbetrieben hergestellt, die Rohstoffe wie Energie international zukaufen und daf\u00fcr sehr wohl Devisen brauchen. Dabei kommt erschwerend zu den antirussischen Sanktionen noch die wegsanktionierte chinesische Schie\u00dfbaumwolle hinzu, die am besten f\u00fcr den Zweck der Erzeugung von Schie\u00dfpulver geeignet ist. Wirtschaftskriege haben besondere Reize.<\/p>\n<p>Zu den extremen Preissteigerungen querbeet kommt hinzu, da\u00df es in den USA wie in Westeuropa nicht gelungen ist, Hyperschallraketen zu entwickeln, in Ru\u00dfland, China und Iran aber schon. Dabei wird seit 15 Jahren in den USA daran herumgedocktert, doch bei Testfl\u00fcgen zerfallen die Dinger immer wieder in ihre Einzelteile. Das Problem dabei ist nicht das Erreichen der Geschwindigkeit, sondern das Aushalten der Reibung bei hohen Geschwindigkeiten in der Atmosph\u00e4re. Mondraketen hatten das Problem nicht. Die USA haben zuletzt beschlossen, die angepeilte Geschwindigkeit auf 5,8 Mach zu reduzieren, w\u00e4hrend Ru\u00dfland wie China schon 12-Mach-Raketen im Arsenal haben und mit \u00fcber 20 Mach experimentieren. Gegen diese Raketen versagt jede Abwehr \u2013 ein Raketenschirm aus Patriot und IrisT bringt folglich au\u00dfer Steuergeldvernichtung und Gewinne f\u00fcr die Aktion\u00e4re hinter den R\u00fcstungsschmieden nichts. Es ist umso absurder, wenn \u00d6sterreich und die Schweiz ihre Neutralit\u00e4tsverpflichtung verletzten mit der Teilnahme am NATO-Sky Shield mit unwirksamen Abwehrraketen.<\/p>\n<p>Generell haben die westlichen R\u00fcstungsbetriebe auch Probleme, die n\u00f6tigen Mengen f\u00fcr einen Krieg bereitzustellen. Laut dem \u00f6sterreichischen Milit\u00e4ranalysten <em>Markus Reisner<\/em> Anfang Juli 2022 werden pro Jahr nur je 600 Abwehrraketen f\u00fcr Patriot und Iris-T erzeugt. Laut Pentagon-Meldung vom Winter 2022 sind es bei Patriot (&bdquo;Phased Array Tracking Radar to Intercept On Target&rdquo;, seit 1984 von Lockheed Martin und Raytheon) zwar 1.500 pro Jahr, aber auch das ist noch immer keine kriegstaugliche Menge. Im Dezember 2022 wollte das Pentagon f\u00fcr rasche Lieferung bei Lockhead Martin 15.000 St\u00fcck bestellen, was zur Antwort f\u00fchrte, mit der verf\u00fcgbaren Anlage seien nicht mehr als 1.500 im Jahr zu schaffen. Meinte das Pentagon, die sollten dann eben 10 weitere Produktionsstra\u00dfen hinzubauen. Kam zur\u00fcck, wenn sie dieselbe Auftragsmenge f\u00fcr 15 Jahre garantieren w\u00fcrden, k\u00f6nnte das geschehen, wof\u00fcr aber eine Anlaufzeit von 3 Jahren zu rechnen sei, einerseits f\u00fcr die Anlagenbeschaffung, dann f\u00fcr die daf\u00fcr ben\u00f6tigten Rohstoffe und zur Ausbildung des Personals. Sagte das Pentagon, das k\u00f6nne es nicht garantieren, es sei nur m\u00f6glich f\u00fcrs jeweilige Budgetjahr zu bestellen, worauf die Meldung kam, dann w\u00fcrde es eben keine zus\u00e4tzlichen Anlagen geben, es sei dann nur m\u00f6glich, in k\u00fcrzeren Abst\u00e4nden als bisher die Produktion auszuliefern, wie es dem Pentagon lieber w\u00e4re: Immer wenn 100 oder 50 fertig seien. Das ist doch schon ein Angebot, schlie\u00dflich werden f\u00fcr THAAD (\u201eTerminal High-Altitude Area Defense&#8221;, das wie Patriot von Lockheed Martin und Raytheon kommt) nur 75 Abwehrraketen pro Jahr seit 2008 erzeugt.<\/p>\n<p>Jetzt sollen dann auf einer zu schaffenden Anlage in Schrobenhausen von Rheinmetall 1.000 St\u00fcck Patriot-Raketen pro Jahr in Lizenz entstehen. Ach ja, die Produktion soll in drei Jahren anlaufen, vermeldete das Handelsblatt am 3.&nbsp;1.&nbsp;2024. Das ist kein Witz!<\/p>\n<p>Das faschistisch-banderistische Kiewer Regime wollte Mitte Juli 2025 von NATO oder EU sofort 1.500 Lenkflugk\u00f6rper f\u00fcrs Mittelstreckensystem IRIS-T SLM und 500 weitere f\u00fcrs Kurzstreckensystem IRIS-T SLS erhalten. Das ist viel verlangt bei 600 Jahresproduktion.<\/p>\n<p>Egal wie, taugen die nicht mehr als die Patriot. Beweis: Satellitenbilder zeigen Sch\u00e4den an einem sensiblen Kommunikationsstandort auf dem US-Luftwaffenst\u00fctzpunkt in Katar, der mit allem &bdquo;gesch\u00fctzt&rdquo; ist, was die NATO aufbieten kann. Satellitenbilder von Planet Labs PBC zeigen die geod\u00e4tische Kuppel auf der Al-Udeid-Luftwaffenbasis, die am Morgen des 23.&nbsp;Juni 2025, nur wenige Stunden vor dem iranischen Angriff, zu sehen war. Die 379.&nbsp;Einheit der US-Luftwaffe, die von dieser Basis aus operiert, gab 2016 die Installation der 15 Millionen Dollar teuren Anlage bekannt. Sie wird als modernisiertes Unternehmensterminal bezeichnet. Auf Bildern, die am 25.&nbsp;Juni und an jedem folgenden Tag aufgenommen wurden, ist aber zu sehen, da\u00df die Kuppel zerst\u00f6rt wurde und da\u00df es an einem nahegelegenen Geb\u00e4ude zu Sch\u00e4den gekommen ist. Der Rest der Basis scheint auf den Bildern weitgehend unversehrt zu sein.<\/p>\n<p>Am 6. August schrieb <em>Kirill Strelnikow<\/em> bei Ria Novosti in einem Artikel zur russischen Aufhebung des Moratoriums von Mittelstreckenraketen (zitiert nach der <a href=\"https:\/\/freedert.online\/meinung\/252610-ukraine-konflikt-nur-vorgeschmack-auf\/\">\u00dcbersetzung von RT DE<\/a>):<\/p>\n<blockquote><p>Nach Ansicht des renommierten europ\u00e4ischen Thinktanks Bruegel ist &bdquo;die Milit\u00e4r- und R\u00fcstungsindustrie der USA nicht f\u00fcr hochintensive Konflikte mit anderen Gro\u00dfm\u00e4chten ausgelegt, [&#8230;] beispielsweise w\u00fcrden die USA in einem Eskalationsszenario um Taiwan einige wichtige Munitionsvorr\u00e4te in weniger als einer Woche aufbrauchen&rdquo;. Laut der Heritage Foundation &bdquo;verf\u00fcgen die USA nicht \u00fcber die Kapazit\u00e4ten, um auch nur einen Teil dessen zu produzieren, was das ukrainische Milit\u00e4r zur Abwehr der russischen Streitkr\u00e4fte ben\u00f6tigt, und eine einzige gro\u00dfe Werft in China k\u00f6nnte alle Werften der USA aufnehmen&rdquo;. The Hill kommt zu dem Schluss: &bdquo;Die nationale Sicherheitsf\u00fchrung scheint die Orientierung verloren zu haben. Sie erh\u00f6ht weiterhin die Ausgaben, was zu zahlreichen Entt\u00e4uschungen f\u00fchrt. [&#8230;] Trotz einer Vervielfachung der Milit\u00e4rausgaben ist die Armee nur etwa 40 Prozent so gro\u00df wie 1975.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Damals ging sie bekanntlich im Vietnam unter.<\/p>\n<p>Die fehlenden Produktionskapazit\u00e4ten des milit\u00e4risch-industriellen Komplexes sind kein Geheimnis. Im Januar 2023 sch\u00e4tzte bereits das &bdquo;Center for strategic and international studies&rdquo; aus Washington&nbsp;DC die n\u00f6tige Zeit f\u00fcrs Wiederauff\u00fcllen der Arsenale mit 155&nbsp;mm Artilleriegranaten auf 4 bis 7 Jahre, bei Stingers auf 6,5 bis 18 Jahre und bei Javelins auf 5,5 bis 8 Jahre. Nachdem die Banderisten in Kiew unter der Biden-Administration unvermindert weiter beliefert wurden, haben sich diese Fristen mit Sicherheit verl\u00e4ngert.<\/p>\n<h4>REALISTISCH BETRACHTET<\/h4>\n<p>sind die Armeen der NATO inklusive der USA tats\u00e4chlich auch bei den Mannschaftsst\u00e4rken nicht kriegsf\u00e4hig, da sie zusammen maximal 400.000 Mann Kampftruppen aufbieten k\u00f6nnen, was f\u00fcr ernstzunehmende Gegner viel zu wenig ist. Das Dritte Reich hat die UdSSR am 22.&nbsp;Juni 1941 mit 2,8&nbsp;Mio. Soldaten angegriffen \u2013 deutsche und hilfswillige aus halb Europa, wobei von denen niemand fettleibig war. Wir wissen, wie viele Tote die Folge waren, aber auch welch krachende Niederlage es f\u00fcr das Tausendj\u00e4hrige Reich nach nur 4 seiner insgesamt 12 Jahren setzte.<\/p>\n<p>Aber auch die westlichen Waffensysteme sind entzaubert worden im Kiewer Herrschaftsgebiet und daher eigentlich kriegsuntauglich. Westliche Gesch\u00fctze wie Maschinengewehre erlauben kein Dauerfeuer, sowjetische wie heutige russische aber schon. Zus\u00e4tzlich ist das franz\u00f6sische Caesar-Artilleriegesch\u00fctz schmutzempfindlich und mu\u00df sauber gemacht werden vorm Schu\u00df. Alle westlichen Panzer und gepanzerte Truppentransporter erwiesen sich als gefechtsuntauglich und als leichte Opfer f\u00fcr Drohnen. Das macht sie zu Stahls\u00e4rgen.<\/p>\n<p>Mit mehr davon wird die NATO &amp; EU nicht kriegsf\u00e4hig, nur die Aktion\u00e4re der Waffenindustrie profitieren von Bestellungen zu Lasten der Steuerzahler. Die jetzt \u00fcberall verk\u00fcndeten Milliardenbudgets f\u00fcr den Kauf dieser Waffen und der daf\u00fcr ben\u00f6tigten Munition sch\u00e4digt daher zwar die Staatsbudgets, f\u00fcllt aber die Arsenale nur wieder auf mit Zeugs auf dem technologischen Stand der 90er Jahre des 20.&nbsp;Jahrhunderts.<\/p>\n<p>\u00dcber die R\u00fcckst\u00e4ndigkeit von NATO-Waffensystemen gibt es \u00fcbrigens bei <a href=\"https:\/\/tkp.at\">tkp.at<\/a> dankenswerterweise recht viele Artikel!<\/p>\n<ul>\n<a href=\"https:\/\/tkp.at\/2023\/06\/22\/vergleich-der-kampflugzeuge-su-57-vs-f-35-technologische-ueberlegenheit-russlands-ueber-usa\/\">\u2192 Vergleich der Kampflugzeuge Su-57 vs F-35<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/tkp.at\/2024\/11\/06\/hyperschallraketen-und-luftabwehr-verfuegbare-technologien-der-kontrahenten\/\">\u2192 Hyperschallraketen und Luftabwehr \u2013 Technologien der Kontrahenten<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/tkp.at\/2025\/07\/26\/us-israel-krieg-gegen-den-iran-hohe-kosten-und-wenig-erfolge-so-neue-analysen\/\">\u2192 US-Israel-Krieg gegen den Iran: hohe Kosten und wenig Erfolge<\/a><\/ul>\n<p>Es beweist sich eben immer wieder, da\u00df privatkapitalistische Betriebe als ersten Zweck Profit haben \u2013 je gr\u00f6\u00dfer er ist, desto besser, und er kann eigentlich nie gro\u00df genug sein \u2013 und folglich nicht bestrebt sind, die bestm\u00f6glichen Produkte zu liefern, da das profitsch\u00e4digend ist. West-Waffensysteme brauchen so auch jede Menge Wartung und Reparatur, weil darauf viel verdient wird. In chinesischen und russischen staatlichen Waffenschmieden werden ohne Profitabsicht in enger Zusammenarbeit mit der jeweiligen Armee die bestm\u00f6glichen Waffensysteme erzeugt, mit denen ein aktueller Krieg zu gewinnen ist. Sie sind daher tunlichst wartungsfrei und kaum reparaturanf\u00e4llig.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zur NATO. Auch das Gerede \u00fcber die Wiedereinf\u00fchrung der Wehrpflicht z.&nbsp;B. in der BRD \u2013 eigentlich m\u00fc\u00dfte von Wehrzwang die Rede sein \u2013 scheitert an harten materiellen Fakten. Die deutschen Kasernen sind entweder verkauft worden, oder es sitzen Asylbewerber drin. Es gibt in der BRD keine Wehrersatz\u00e4mter mehr, keine Ausbilder und keine geburtenstarken Jahrg\u00e4nge, die obendrein auch noch fit wie ein Turnschuh w\u00e4ren. Aus Couch-Potatoes, die \u00fcber das Pronomen diskutieren, mit dem sie anzusprechen sind, ist kein Kampfsoldat auszubilden. Also wird das ganze Kriegsf\u00e4higkeitsgerede scheitern wie die Energiewende und der Klimaschutz.<\/p>\n<p>Gef\u00e4hrlich ist die Militarisierung f\u00fcr die Grundbed\u00fcrfnisse der Menschen in Westeuropa und in den USA, die auf der Strecke bleiben. In ihrem Interesse m\u00fcssen sie dagegen aufstehen und aufh\u00f6ren zu schlafen, was sie in ihrer Mehrheit leider seit mindestens 2005 tun in der EU. Zwar scheiterten in Frankreich und den Niederlanden Referenden zum EU-Verfassungsvertrag, aber es gelang der EU im Dezember 2007 den Lissabon-Vertrag durchzudr\u00fccken mit allem Milit\u00e4rischen aus dem Verfassungsvertrag. Das haben die meisten \u00fcbersehen, auch die russische Regierung.<\/p>\n<p>Denn die russische Regierung ist immer davon ausgegangen, da\u00df die EU ein rein wirtschaftlicher Block sei, dabei regelt der Lissaboner Vertrag von 2007 eindeutig, da\u00df die EU auch ein Milit\u00e4rb\u00fcndnis ist. In Artikel&nbsp;42 Punkt&nbsp;7 des Vertrages steht unzweideutig:<\/p>\n<blockquote><p>Im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats schulden die anderen Mitgliedstaaten ihm alle in ihrer Macht stehende Hilfe und Unterst\u00fctzung, im Einklang mit Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen. Dies l\u00e4\u00dft den besonderen Charakter der Sicherheits- und Verteidigungspolitik bestimmter Mitgliedstaaten unber\u00fchrt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Der letzte Satz ist als Vernebelungsl\u00fcge zu bezeichnen! Eigentlich h\u00e4tte \u00d6sterreich im Dezember 2007 aus der EU wieder austreten m\u00fcssen, um den Verfassungsauftrag der immerw\u00e4hrenden Neutralit\u00e4t zu respektieren. Wir wissen alle, da\u00df das nicht geschah und immer wieder seither gegen die Neutralit\u00e4tsverpflichtung versto\u00dfen wurde, zuletzt mit der Unterst\u00fctzung des faschistisch-banderistischen Regimes in Kiew ohne die Russische F\u00f6deration gleichwertig zu unterst\u00fctzen, wie es die Haager Landkriegsordnung von Neutralen verlangt.<\/p>\n<p>Die NATO verlangt deutlich weniger von ihren Mitgliedsstaaten als die EU mit dem Lissabon-Vertrag. Bei der NATO gibt es keine Verpflichtung f\u00fcr &bdquo;alle in ihrer Macht stehende Hilfe und Unterst\u00fctzung&rdquo;, denn Artikel&nbsp;5 des NATO-Vertrags lautet:<\/p>\n<blockquote><p>Die Parteien vereinbaren, da\u00df ein bewaffneter Angriff gegen eine oder mehrere von ihnen in Europa oder Nordamerika als ein Angriff gegen sie alle angesehen werden wird; sie vereinbaren daher, da\u00df im Falle eines solchen bewaffneten Angriffs jede von ihnen in Aus\u00fcbung des in Artikel 51 der Satzung der Vereinten Nationen anerkannten Rechts der individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung der Partei oder den Parteien, die angegriffen werden, Beistand leistet, indem jede von ihnen unverz\u00fcglich f\u00fcr sich und im Zusammenwirken mit den anderen Parteien die Ma\u00dfnahmen, einschlie\u00dflich der Anwendung von Waffengewalt, trifft, <strong>die sie f\u00fcr erforderlich erachtet<\/strong>, um die Sicherheit des nordatlantischen Gebiets wiederherzustellen und zu erhalten.<br \/>\nVor jedem bewaffneten Angriff und allen daraufhin getroffenen Gegenma\u00dfnahmen ist unverz\u00fcglich dem Sicherheitsrat Mitteilung zu machen. Die Ma\u00dfnahmen sind einzustellen, sobald der Sicherheitsrat diejenigen Schritte unternommen hat, die notwendig sind, um den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit wiederherzustellen und zu erhalten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist keine &bdquo;russische Propaganda&rdquo;, denn die deutsche Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung <a href=\"web.archive.org\/web\/20241209043559\/https:\/\/www.bpb.de\/themen\/internationale-organisationen\/nato\/547059\/der-buendnisfall-der-nato\/\">best\u00e4tigt<\/a> die Nicht-Verpflichtung zu milit\u00e4rischem Beistand. Dort steht:<\/p>\n<blockquote><p>Auch wenn innerhalb der kollektiven Verteidigung von einem B\u00fcndnisfall \u2013 d.&nbsp;h. von einem Angriff auf die Allianz, also auf alle NATO-Mitgliedstaaten \u2013 gesprochen wird, <strong>gilt nicht automatisch eine Beistandspflicht<\/strong>. Wird ein NATO-Staat angegriffen, muss dieser Angriff von allen NATO-Mitgliedern als solcher anerkannt werden. Erst dann wird gemeinsam der B\u00fcndnisfall im Nordatlantikrat ausgerufen. Auf nationaler Ebene muss im Einklang mit der jeweiligen Verfassung \u00fcber die Ma\u00dfnahmen und das Ausma\u00df der Unterst\u00fctzung und Beitr\u00e4ge entschieden werden. Somit k\u00f6nnen nationale Prinzipien und Rechte respektiert und eingehalten werden. Dadurch <strong>sind unterschiedliche Arten der Unterst\u00fctzung m\u00f6glich<\/strong>: Staaten <strong>k\u00f6nnen<\/strong> milit\u00e4risch mit Soldaten und Waffen Beistand leisten, aber auch finanzielle Mittel oder andere Hilfen zur Verf\u00fcgung stellen. <strong>Auch k\u00f6nnen Mitgliedstaaten sich gegen eine direkte Unterst\u00fctzung entscheiden, wenn sie das als nicht erforderlich ansehen.<\/strong> Die politischen Kosten f\u00fcr eine Verweigerung des Beistands w\u00e4ren jedoch hoch. <strong>Aus Artikel 5 besteht dennoch kein rechtlicher Anspruch auf Beistand und milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung der Mitgliedstaaten.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>Und: <\/p>\n<blockquote><p>Aus historischer Perspektive waren die Verhandlungen um Artikel&nbsp;5 und die Gewichtung des B\u00fcndnisfalls innerhalb der NATO kein einfacher Prozess. Der britische Au\u00dfenminister <em>Ernest Bevin<\/em> galt dabei als richtungsweisende Kraft und war federf\u00fchrend im Verfassen von Artikel&nbsp;5. Das Ziel bestand darin, die USA an die Sicherheit und Stabilit\u00e4t europ\u00e4ischer Staaten zu binden und langfristig die US-Sicherheitsgarantien gegen die Bedrohung durch die Sowjetunion zu bewahren. Urspr\u00fcnglich sollte der Wortlaut zur kollektiven Verteidigung vom Br\u00fcsseler Pakt von 1948 \u00fcbernommen werden. <strong>Dieser stie\u00df jedoch insbesondere bei den USA auf Kritik, weil er eine automatische milit\u00e4rische Beistandspflicht vorsah. Die USA pl\u00e4dierten daf\u00fcr, dass es in nationaler Hand bleibe, in welchem Ausma\u00df und mit welchen Mitteln ein NATO-Staat Beistand leiste.<\/strong> Mit Artikel&nbsp;5 einigten sich die NATO-Mitgliedstaaten auf den Kompromiss zwischen dem Wunsch nach US-Sicherheitsgarantien seitens der europ\u00e4ischen Staaten und der politischen Akzeptanz seitens der USA.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch hier kommen wir damit zur Schlu\u00dffolgerung: Die NATO ist insgesamt und \u00fcberhaupt ein br\u00fcllender Papiertiger nach au\u00dfen, der h\u00f6chstens nach innen f\u00e4hig ist, Streiks und Volksaufst\u00e4nde zu bek\u00e4mpfen. Wenn z.&nbsp;B. Luxemburg auf Wunsch der NATO, die allen L\u00e4ndern mitteilt, was sie sich zulegen sollen, f\u00fcr hunderte Millionen Radpanzer kauft, so werden damit ganz sicher keine Soldaten zum Angriff nach Ru\u00dfland starten. Gegen eine aufbegehrende, demonstrierende, streikende Bev\u00f6lkerung aber sind sie ideal.<\/p>\n<p>Mit der EU ist das mit den verf\u00fcgbaren veralteten West-Waffensystemen nicht anders, auch wenn da eine wirkliche milit\u00e4rische Beistandspflicht besteht. Die wird aber mit Sicherheit nicht schlagend, denn das rohstoff- und energiereiche Ru\u00dfland hat nichts zu gewinnen an einer Inbesitznahme des energie- und rohstoffarmen Westeuropas. Aber bei der seit 2020 fortlaufenden Faschisierung Westeuropas ist die wirkliche Gef\u00e4hrlichkeit der Milit\u00e4rb\u00fcndnisse NATO und EU der Einsatz der Armeen im Innern! Daf\u00fcr reichen auch die Waffen auf dem technologischen Stand von 1990. Die NATO- wie EU-Armeen sind der Feind, der wie das Gro\u00df- und Finanzkapital schon in unseren L\u00e4ndern steht, weswegen wir uns weniger vor einem Weltkrieg f\u00fcrchten sollen und mehr mit der inneren Gefahr befassen m\u00fcssen.<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, this entry is only available in Deutsch.Beitrag von JEAN-MARIE JACOBY an der WUF-Konferenz vom 16.&nbsp;August 2025 in Gy\u0151r Mir wird immer wieder vorgeworfen, ich sei zu optimistisch, wenn ich die NATO als nicht wirklich kriegsf\u00e4hig bezeichne und als br\u00fcllenden Papiertiger. Grunds\u00e4tzlich bin ich ein optimistischer Mensch, der sich nicht dauernd vor der gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Katastrophe&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,1,3],"tags":[],"class_list":["post-2588","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuelles","category-allgemein","category-dokumentation"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.libres-penseurs.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2588","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.libres-penseurs.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.libres-penseurs.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.libres-penseurs.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.libres-penseurs.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2588"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.libres-penseurs.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2588\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2678,"href":"https:\/\/www.libres-penseurs.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2588\/revisions\/2678"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.libres-penseurs.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2588"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.libres-penseurs.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2588"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.libres-penseurs.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2588"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}