42. Kongress der Weltunion der Freidenker (Genf, 10./11. Mai 2008)

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Pressemitteilung vom 13. Mai 2008

Die Weltunion der Freidenker lud an Pfingsten 2008 zu ihrem 42. Kongress nach Genf ein. Die Veranstaltung im Salle Ellenberger des Zentralpostamtes der Stadt wurde durch den Präsidenten der Weltunion Louis Roger eröffnet. Grußworte hielten der Präsident der Sektion Genf sowie die Präsidentin der Freidenkervereinigung der Schweiz.

Schwerpunkt der Beratungen des Kongresses waren die Aufgaben der Freidenker angesichts des anwachsenden religiösen Fundamentalismus und der völkerrechtswidrigen Kriege.

Im Christentum wie im Islam, im Judentum wie im Buddhismus sowie in unzähligen Sekten und neuen religiösen Gruppen sind fundamentalistische, vernunftfeindliche Kräfte auf dem Vormarsch. Sie wirken nicht nur gegen die Freiheit des Denkens und der Emanzipation und Selbstbestimmung des Menschen, sie schüren auch den Rassismus, verschärfen die internationalen Spannungen bis hin zu Kriegen.

Die Weltunion der Freidenker verurteilt den Missbrauch religiöser Überzeugungen zum Schüren von Hass, Intoleranz, ethnischen Spannungen und zur Kriegstreiberei.

Durch den Charakter der Tagung als Arbeitskongress war es möglich, unterschiedliche und kontroverse Vorstellungen in den einzelnen Verbänden gründlich zu erörtern, z.B. „wie politisch“ Freidenker in ihren Themen und Positionen sein sollen, ob sie zu sozialen und Friedensfragen Stellung nehmen sollen.

Dabei , dass die Kirchen für ein paradiesisches Leben nach dem Tod, die Freidenker aber für ein besseres Leben auf der Erde zuständig sind.

Der Internationale Rat wählte erneut Louis Roger (Frankreich) als Präsidenten und Klaus Hartmann (Deutschland) als Vizepräsidenten. Weitere Mitglieder des neuen Executivbüro der Weltunion der Freidenker sind Sekretär Jean-Pierre Ravet (Schweiz), Schatzmeister Al Schmitz (Luxemburg) und der Informationssekretär Klaus von Raussendorff (Deutschland) sowie Roman Roscher (Österreich) und Joseph Haubelt (Tschechische Republik). Als Ehrenmitglied gehört Maurice Azoulay (Frankreich) dem Büro an.

Es wurde festgelegt, dass die nächste Tagung des Internationalen Rates 2009 in Deutschland stattfinden soll.